Dienstag, 21. Januar 2014

zur Historie....Der Solarmodulhersteller Solarworld hat seine Restrukturierung wesentlich vorangebracht. Mit den Schuldscheingläubigern und der Europäischen Investitionsbank (EIB) einigte er sich auf einen Schuldenschnitt. Nur noch der formelle Gremienvorbehalt von zwei beteiligten Banken steht aus. Solarworld ist zuversichtlich, auch ihren Segen zu erhalten.

19.06.2013

Schuldenschnitt: Solarworld bringt mit Görg Restrukturierung voran

Der Solarmodulhersteller Solarworld hat seine Restrukturierung wesentlich vorangebracht. Mit den Schuldscheingläubigern und der Europäischen Investitionsbank (EIB) einigte er sich auf einen Schuldenschnitt. Nur noch der formelle Gremienvorbehalt von zwei beteiligten Banken steht aus. Solarworld ist zuversichtlich, auch ihren Segen zu erhalten.
Hans-Gerd Jauch
Hans-Gerd Jauch
Die Gesamtschulden von Solarworld belaufen sich auf rund 930 Millionen Euro. Darin enthalten sind Schuldscheindarlehen in Höhe von rund 350 Millionen Euro, ein Darlehen der Europäische Investitionsbank von rund 50 Millionen Euro und Anleihen in Höhe von rund 530 Millionen Euro. Einen Großteil der Schuldscheine hatte der US-Investor Strategic Value Partners (SVP) aufgekauft.
55 Prozent der Schulden werden nicht zurückgezahlt, sondern in Aktien umgewandelt. Der Rettungsplan sieht zudem vor, dass Qatar Solar mit 35 Millionen Euro in das Unternehmen einsteigt sowie Frank Asbeck als Firmengründer und Vorstandsvorsitzender zehn Millionen Euro zuschießt. 
Berater Solarworld
Görg (Köln): Hans-Gerd Jauch (Federführung; Insolvenzrecht), Dr. Oliver Wilken, Dr. Klaus Felke, Dr. Christian Becker, Dr. Stefan Heyder (beide München; alle Aktien-/Kapitalmarktrecht), Dr. Yorick Ruland, Christopher Wright (Berlin; beide Finanzierung); Associates: Dr. Alexander Kessler, Dr. Michael Schaumann, Dr. Lutz Pospiech, Dr. Michael Zenker, Dr. Matthias Stoeckle (alle Gesellschafts-/Insolvenzrecht), Dr. Thomas Lange (Finanzierung)
Flick Gocke Schaumburg (Bonn): Prof. Dr. Thomas Rödder, Dr. Arne von Freeden (beide Steuern) – aus dem Markt bekannt
Schmitz Knoth (Bonn): Dr. Guido Plassmeier – aus dem Markt bekannt
Leo Plank
Leo Plank
Berater SVP
Kirkland & Ellis (München): Dr. Leo Plank (Insolvenzrecht), Sacha Lürken, Dr. Björn Holland (Gesellschaftsrecht/Finanzierung), Dr. Markus Feil – aus dem Markt bekannt
Berater EIB
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Jochen Wilkens – aus dem Markt bekannt
Berater Kernbanken
Schultze & Braun: Dr. Eberhard Braun (Achern), Frank Tschentscher (London), Guido Koch (Berlin; alle Restrukturierung/Finanzierung); Associates: Jan-Philipp Heinzmann (Achern) – aus dem Markt bekannt
Berater Qatar Solar
Milbank Tweed Hadley & McCloy (München): Dr. Peter Nussbaum – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Görg tritt hier standortübergreifend und als Restrukturierungsberaterin auf. Dies zeigt, dass die Kanzlei nicht mehr vornehmlich auf Insolvenzfälle setzt, sondern sich zunehmend auch für die Beratungsarbeit entscheidet.
Schultze & Braun ist ebenfalls auf Insolvenzrecht spezialisiert, aber erfahren in der Bankenberatung bei Restrukturierungen. Nur selten gerät diese Arbeit an die Öffentlichkeit.
Kirkland trat für SPV bereits auf, als sich der Investor in die Rettung des Folienherstellers Klöckner Pentaplast einschaltete (mehr…). (Parissa Kerkhoff)
http://www.juve.de/nachrichten/deals/2013/06/schuldenschnitt-solarworld-bringt-mit-gorg-restrukturierung-voran

Vertreter Anfechtungskläger Lexius Dimke Rothenberg & Partner (Hamburg): Dr. Andreas Dimke Bösel Kohwagner & Kollegen (Dresden): Rainer Crusius Axel Conzelmann (Hechingen) Horst Hoffmann (Köln) Thomas Kloth (Odenthal) Frank Meinhardt (Bad Homburg)

20.01.2014

Solarworld: Görg macht Weg für milliardenschwere Sanierung frei

Solarworld hat vergangene Woche eine wichtige Hürde seiner Restrukturierung genommen. Das Oberlandesgericht Köln (OLG) gab den Freigabeanträgen des Photovoltaikherstellers gegen verschiedene Klagen von Aktionären und Anleihegläubigern statt. Damit kann der im Vorjahr vereinbarte Schuldenschnitt umgesetzt werden (Az. 18 U 174/13  u. 18 U 175/13).
Klaus Felke
Solarworld hat Gesamtschulden von rund 930 Millionen Euro angehäuft, die sich überwiegend aus Schuldscheindarlehen und Unternehmensanleihen ergeben. Der im Sommer 2013 verabschiedete Rettungsplan sah vor, dass 55 Prozent der Schulden nicht zurückgezahlt, sondern in Eigenkapital umgewandelt werden (mehr…). 
Mehrere Aktionäre hatten den Plan mit ihren Klagen verhindern wollen. Denn die bisherigen Anteilseigner mussten auf einen Großteil ihres Eigentumsanteils verzichten. Ursprünglich sollten die Altaktionäre sogar nur noch mit fünf Prozent an Solarworld beteiligt sein. Vor dem Jahreswechsel verständigte sich Solarworld mit einer Gruppe von Aktionären darauf, den Investoren Vorkaufsrechte anzubieten. Der Anteil der Altaktionäre könnte damit maximal bei 17 Prozent bleiben.
Einzelne Aktionäre hatten sich dem Vergleich nicht angeschlossen. Das OLG setzte sich nun mit den Freigabebeschlüssen über die verbliebenen Klagen hinweg. Der Senat begründete seine Entscheidung mit dem überwiegenden Interessen von Solarworld und der Aktionärsmehrheit. Bei einzelnen Anfechtungsklägern sei ein Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot denkbar, so die Richter, im Rahmen der Abwägung sei dieser aber nicht so schwerwiegend, dass er einer Freigabe der Beschlüsse entgegenstünde.
Vertreter Solarworld
Görg (Köln): Hans-Gerd Jauch (Federführung; Restrukturierung), Dr. Klaus Felke, Dr. Oliver Wilken, Dr. Christian Becker (München; alle Aktien- und Kapitalmarktrecht), Dr. Alexander Kessler, Dr. Thomas Rühle; Associate: Dr. Lutz Pospiech (München; alle Gesellschaftsrecht)
Vertreter Anfechtungskläger
Lexius Dimke Rothenberg & Partner (Hamburg): Dr. Andreas Dimke 
Bösel Kohwagner & Kollegen (Dresden): Rainer Crusius 
Axel Conzelmann (Hechingen)
Horst Hoffmann (Köln)
Thomas Kloth (Odenthal)
Frank Meinhardt (Bad Homburg)
Oberlandesgericht Köln, 18. Zivilsenat
Dr. Burkhard Gehle (Vorsitzender Richter)
Hintergrund: Die Vertreter der Anfechtungskläger sind alle aus dem Markt bekannt.
Für Görg ist die Begleitung von Solarworld ein wichtiges Mandat. Es zeigt, dass die Kanzlei zunehmend als Beraterin bei komplexen Restrukturierungsfällen zum Einsatz kommt. Im Markt war Görg seit Arcandor 2009 verstärkt als Insolvenzverwalterkanzlei wahrgenommen worden.
Intern übernahm Hans-Gerd Jauch die Rolle des Koordinators. Bei den streitigen Auseinandersetzungen rückte jedoch die anerkannte aktienrechtliche Praxis um Partner Oliver Wilken in den Mittelpunkt. Während er die außergerichtlichen Vergleichsverhandlungen führte, zeichnete sein langjähriger Mitarbeiter Klaus Felke für den Prozess vor dem OLG verantwortlich.
Der jüngere Partner ist einer der Litigation-Experten am Kölner Stammsitz. Er begleitete etwa die Klagen im Zusammenhang mit der Arcandor-Insolvenz (mehr… und mehr…) und vertrat die Interessen der Treuhänder im Übernahmekampf um den Generikahersteller Ratiopharm (mehr…). (Marcus Jung)

http://www.juve.de/nachrichten/verfahren/2014/01/solarworld-gorg-macht-weg-fur-milliardenschwere-sanierung-frei

Der Handel der beiden Anleihen soll auch nach erfolgtem Lagerstellenwechsel nicht wieder aufgenommen werden.

SolarWorld AG: Planmäßige Handelsaussetzung der Anleihen als nächster Schritt der Finanzrestrukturierung

Ad-hoc-Mitteilung

17.01.2014


SolarWorld AG  / Schlagwort(e): Anleihe/Sonstiges

17.01.2014 17:40

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch
die DGAP - ein Unternehmen der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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17.01.2014
Ad-hoc-Service der SolarWorld AG
(Securities Code No.: WKN 510 840)
(International Securities Identification Numbers: 
ISIN DE0005108401, ISIN XS0641270045 und ISIN XS0478864225)


Die SolarWorld AG hat bei der Börse Luxembourg planmäßig beantragt, den
Handel in der EUR 150 Mio. 6,375 % Schuldverschreibung 2011/2016 (WKN
A1H3W6 / ISIN XS0641270045) und in der EUR 400 Mio. 6,125 %
Schuldverschreibung 2010/2017 (WKN A1CR73 / ISIN XS0478864225) (gemeinsam
die 'Anleihen') bis auf Weiteres auszusetzen. Letzter Handelstag ist
voraussichtlich der 24. Januar 2014.

Die Aussetzung steht im Zusammenhang mit der Vorbereitung der finanziellen
Restrukturierung der Gesellschaft. In diesem Rahmen erfolgt ein
Lagerstellenwechsel der Anleihen von Clearstream Banking SA, Luxembourg,
zur Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main. Der Handel der beiden
Anleihen soll auch nach erfolgtem Lagerstellenwechsel nicht wieder
aufgenommen werden.

Kontakt:
SolarWorld AG 
Investor Relations 
Tel.-Nr.: 0228/55920-470; Fax-Nr.: 0228/55920-9470,
E-Mail: placement@solarworld.de; Internet:
www.solarworld.de/investor-relations


17.01.2014 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche 
Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. 
DGAP-Medienarchive unter www.dgap-medientreff.de und www.dgap.de

--------------------------------------------------------------------------- 
Sprache: Deutsch
Unternehmen: SolarWorld AG
Martin-Luther-King-Straße 24
53175 Bonn
Deutschland
Telefon: +49 (0)228 - 559 20 470
Fax: +49 (0)228 - 559 20 9470
E-Mail: placement@solarworld.de
Internet: www.solarworld.de
ISIN: DE0005108401, XS0641270045, XS0478864225
WKN: 510840
Börsen: Regulierter Markt in Düsseldorf, Frankfurt (Prime Standard);
Freiverkehr in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart;
Terminbörse EUREX

Montag, 20. Januar 2014

20. Januar 2014 Mitteilung der gemeinsamen Vertreter, Alexander Elsmann und G&P GmbH & Co.KG für die Anleihegläubiger der 6,375 % Schuldverschreibung 2011/2016 der SolarWorld Aktiengesellschaft, Bonn, im Gesamtnennwert von EUR 150.000.000,00 (ISIN XS0641270045, WKN A1H3W6) und die Anleihegläubiger der 6,125 % Schuldverschreibung 2010/2017 der SolarWorld Aktiengesellschaft, Bonn, im Gesamtnennwert von EUR 400.000.000,00 (ISIN XS0478864225, WKN A1CR73)

20. Januar 2014
Mitteilung der gemeinsamen Vertreter, Alexander Elsmann und G&P GmbH & Co.KG für
die Anleihegläubiger der
6,375 % Schuldverschreibung 2011/2016
der SolarWorld Aktiengesellschaft, Bonn,
im Gesamtnennwert von EUR 150.000.000,00
(ISIN XS0641270045, WKN A1H3W6)
und
die Anleihegläubiger der
6,125 % Schuldverschreibung 2010/2017
der SolarWorld Aktiengesellschaft, Bonn,
im Gesamtnennwert von EUR 400.000.000,00
(ISIN XS0478864225, WKN A1CR73)
Letzter Handelstag für Anleihen voraussichtlich 24. Januar 2014
Nicht ausgeübte Erwerbsrechte für neue Anleihen und Aktien werden verwertet, dies kann zu Kursen unterhalb der Preisspanne aus den Anfechtungsvergleichen führen
Gemeinsame Vertreter empfehlen Anleihegläubigern, sich steuerrechtlich beraten zu lassen
Sehr geehrte Anleihegläubiger,
wie Sie der Ad-hoc-Mitteilung der SolarWorld AG vom 17. Jan uar 2014 über die „Planmäßige Handelsaussetzung der Anleihen als nächster Schritt der Finanzrestrukturierung“ entnehmen können, steht der Tausch der alten Anleihen in neue besicherte Anleihen und Aktien unmittelbar bevor. Zur Vorbereitung dieses Tauschs ist es erforderlich, dass die momentan bei Clearstream in Luxemburg gelagerten Anleihen zu Clearstream nach Frankfurt am Main übertragen werden (Lagerstellenwechsel). Da diese Umbuchung und die damit verbundene Änderung der Wertpapierkennnummern zeitaufwendig ist, ist der letzte Handelstag für die Anleihen voraussichtlich Freitag, der 24. Januar 2014.
Im Anschluss an den Lagerstellenwechsel werden die Anleihen aus Ihren Depots ausgebucht und Erwerbsrechte eingebucht. Für die Erwerbsrechte selbst ist kein Börsenhandel vorgesehen. Wenn Sie die Erwerbsrechte ausüben, werden Ihnen die neuen besicherten Anleihen und Aktien eingebucht und etwaige Barauszahlungen vorgenommen.
Sollten Sie Erwerbsrechte nicht ausüben, werden diese von der Abwicklungsstelle verwertet. Die Verwertung kann je nach Nachfrage zu Kursen unter den in den Anfechtungsvergleichen genannten Preisspannen von € 6,50 - € 12,50 je neuer Aktie und 100 % - 50 % der Nominalwerte der neuen besicherten Anleihen führen. Eine Auszahlung der Verwertungserlöse wird erst nach einer vollständigen Verwertung der Wertpapiere und nach Abzug der Verwertungskosten erfolgen. Wenn Sie die Erwerbsrechte nicht ausüben und auch keine Verwertung durch die Abwicklungsstelle wollen, haben Sie voraussichtlich lediglich bis zum 24.Januar 2014 Gelegenheit, die Anleihen über die Börse zu verkaufen.
Die Gesellschaft wird vor der Ausbuchung der Anleihen umfassende Informationen zu dem Tausch veröffentlichen.
Die gemeinsamen Vertreter haben sich mit Nachdruck für eine rechtzeitige und ausführliche Information der Gläubiger eingesetzt, damit diese hinreichend Zeit haben zu prüfen, ob sie die Anleihen vor dem Tausch über die Börse verkaufen, Erwerbsrechte nach dem Tausch durch die Abwicklungsstelle verwerten lassen oder Erwerbsrechte ausüben wollen. Leider war es der SolarWorld AG aufgrund der Komplexität der Restrukturierung nicht möglich, diese Informationen früher zu veröffentlichen.
Obwohl es nicht die Aufgabe der SolarWorld AG ist die Anleihegläubiger steuerrechtlich zu beraten, haben die gemeinsamen Vertreter frühzeitig die SolarWorld AG aufgefordert, bei dem Tausch eine einheitliche steuerrechtliche Behandlung des Tauschs zu ermöglichen. Bis heute konnte jedoch nicht abschließend geklärt werden, wie sich der Tausch steuerrechtlich für die Anleihegläubiger auswirken wird. Es ist daher nicht auszuschließen, dass unterschiedliche Depotbanken und Finanzämter den Tausch, einschließlich u.a. den damit eventuell zusammenhängenden steuerrechtlichen Gewinnen oder Verlusten, unterschiedlich behandeln werden. Die gemeinsamen Vertreter weisen daher darauf hin, dass jeder Gläubiger vor einer Anlageentscheidung steuerrechtlichen Rat einholen sollte.
Sobald die Erwerbsangebote und Wertpapierprospekte von der SolarWorld AG veröffentlicht sind, werden die gemeinsamen Vertreter die wesentlichen Ereignisse seit den Gläubigerversammlungen in einem ausführlichen Bericht zusammenfassen.
Mit freundlichen Grüßen,
Alexander Elsmann Frank Günther
Rechtsanwalt Geschäftsführer G&P GmbH & Co. KG

Samstag, 18. Januar 2014

Bosch zahlt Solarworld 130 Millionen Euro

Bosch zahlt Solarworld
130 Millionen Euro

STUTTGART, 17. Januar (dpa). Der
Technikkonzern Bosch lässt sich den Ausstieg
aus dem Solargeschäft einem Bericht
zufolge einiges kosten. Für die Übernahme
der Photovoltaikproduktion im
thüringischen Arnstadt soll Bosch dem
Solartechnikhersteller Solarworld eine
Mitgift von bis zu 130 Millionen Euro
zahlen, wie das „Wall Street Journal“ am
Freitag unter Berufung auf mit dem Geschäft
vertraute Personen berichtete.
Das Bundeskartellamt hatte in dieser
Woche grünes Licht für die Übernahme
gegeben. Bosch wollte den Bericht auf
Anfrage nicht kommentieren. Der selbst
angeschlagene Hersteller Solarworld hatte
Ende November angekündigt, sich wesentliche
Teile der defizitären Bosch-Solarsparte
einzuverleiben. Solarworld-
Chef Frank Asbeck hatte damals von einer
„honorigen Lösung“ gesprochen, die
die liquiden Mittel nicht beeinflusse. Aus
Unternehmenskreisen war nun zu hören,
dass Bosch tatsächlich eine Mitgift gezahlt
habe. Eine konkrete Summe wurde
aber nicht genannt. Dem Bericht zufolge
will Bosch damit vor allem seinen früheren
Standort schützen: Demnach darf Solarworld
die thüringischen Anlagen mehrere
Jahre lang nicht als Sicherheit für seine
Verbindlichkeiten führen.
 
faz 18.1.2014

Freitag, 17. Januar 2014

Die Aussetzung steht im Zusammenhang mit der Vorbereitung der finanziellen Restrukturierung der Gesellschaft. In diesem Rahmen erfolgt ein Lagerstellenwechsel der Anleihen von Clearstream Banking SA, Luxembourg, zur Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main. Der Handel der beiden Anleihen soll auch nach erfolgtem Lagerstellenwechsel nicht wieder aufgenommen werden.

17.01.2014 
Ad hoc-Service der SolarWorld AG 
(Securities Code No.: WKN 510 840) 
(International Securities Identification Numbers: 
ISIN DE0005108401, ISIN XS0641270045 and ISIN XS0478864225)
 

SolarWorld AG: Planmäßige Handelsaussetzung der Anleihen als nächster Schritt der Finanzrestrukturierung

Die SolarWorld AG hat bei der Börse Luxembourg planmäßig beantragt, den Handel in der EUR 150 Mio. 6,375 % Schuldverschreibung 2011/2016 (WKN A1H3W6 / ISIN XS0641270045) und in der EUR 400 Mio. 6,125 % Schuldverschreibung 2010/2017 (WKN A1CR73 / ISIN XS0478864225) (gemeinsam die „Anleihen“) bis auf Weiteres auszusetzen. Letzter Handelstag ist voraussichtlich der 24. Januar 2014. 

Die Aussetzung steht im Zusammenhang mit der Vorbereitung der finanziellen Restrukturierung der Gesellschaft. In diesem Rahmen erfolgt ein Lagerstellenwechsel der Anleihen von Clearstream Banking SA, Luxembourg, zur Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main. Der Handel der beiden Anleihen soll auch nach erfolgtem Lagerstellenwechsel nicht wieder aufgenommen werden.
Kontakt:
SolarWorld AG
Investor Relations
Tel.-Nr.: 0228/55920-470; 
Fax-Nr.: 0228/55920-9470,
E-Mail: placement@solarworld.de
Internet: www.solarworld.de/investor-relations

Wir rechnen damit, dass in Kürze - wie im Sanierungsplan vorgesehen - die Anleihen aus Ihren Depots ausgebucht und dafür Erwerbsrechte auf Aktien und neue besicherte Anleihen eingebucht werden.

Newsletter 11
Sanierung schreitet voran / SdK rät zur Ausübung der Erwerbsrechte
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie die SolarWorld AG am 13. Januar 2014 mitteilte, schreitet die finanzielle Restrukturierung voran. Das OLG Köln hat demnach die Freigabe der durch anhängige Klagen blockierten Beschlüsse der Gläubigerversammlungen und der Hauptversammlung erteilt, so dass diese nun endlich in das Handelsregister eingetragen und somit umgesetzt werden können. Wir rechnen damit, dass in Kürze - wie im Sanierungsplan vorgesehen - die Anleihen aus Ihren Depots ausgebucht und dafür Erwerbsrechte auf Aktien und neue besicherte Anleihen eingebucht werden.
Verkauf, Ausübung oder Verwertung?
Aus Sicht der SdK sollten Sie sich in den kommenden Tagen entscheiden, ob Sie die neuen Aktien und die neuen Anleihen zeichnen, oder lieber Bares erhalten wollen. Wir gehen davon aus, dass die Gesellschaft rechtzeitig vor den Erwerbsfristen hinreichend konkrete Angebote unterbreiten und Prospekte veröffentlichen wird. Sofern Sie sich dafür entscheiden, nicht die neuen Aktien und Anleihen zu zeichnen, sollten Sie aus Sicht der SdK die Anleihen wohl besser vor der Ausbuchung veräußern. Denn sollten Sie die neuen Aktien und Anleihen nicht zeichnen, werden Ihre Erwerbsrechte bestens veräußert. Aus Sicht der SdK ist der Veräußerungsprozess noch undurchsichtig, so dass nicht klar ist, welcher Preis Ihnen am Ende für die Erwerbsrechte gutgeschrieben wird. Daher erscheint ein jetziger Verkauf über die Börse transparenter und voraussichtlich auch kostengünstiger.

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Generell rät die SdK eher dazu, die Erwerbsrechte auf die neuen Aktien und Anleihen auszuüben. Wir gehen davon aus, dass die Sanierung der Solarworld AG Fortschritte macht und die Summe der Werte aus neuen Aktien, neuen besicherten Anleihen sowie Barauszahlungen höher ausfallen kann, als der entsprechende Betrag der jetzigen Anleihe, auch wenn damit zu rechnen ist, dass die neuen besicherten Anleihen deutlich unter Nennwert handeln werden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei nicht um eine Kaufempfehlung handelt.
Für Rückfragen stehen wir unseren Mitgliedern gerne unter info@sdk.org oder unter 089 / 2020846-0 zur Verfügung.
München, den 16. Januar 2014
SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.
Hinweis: Die SdK hält Aktien und Anleihen der Solarworld AG!